1. Dezember 2015

Stille.

Reise

Mitte November stieg ich zum ersten Mal allein in den Flieger, um mir ein paar Tage Ruhe und Unabhängigkeit zu gönnen. Der Westen Europas war für mich ein ziemlich unbekanntes Ziel, bislang hat es mich eher Richtung Norden und Osten verschlagen. Dass ich mich aber nahe dem Meer wohlfühlen würde, stand außer Frage - zwei Tage Eingewöhnungszeit hab ich dann aber doch gebraucht, denn Portugal ist auch im November noch ziemlich warm und gut besucht.

Bewaffnet mit Pullovern, Schal und Mütze ("it's getting really cold out there") ging es an einem sonnigen Morgen an die Atlantikküste zum Cabo da Roca - der touristische Hotspot der portugiesischen Westküste. Ich steh ja auch Leuchttürme und jegliche andere Seezeichen, aber der hier ist dann eben doch nur ein Magnet für Touris und ziemlich unspektakulär. Aber: Wer den schlecht ausgeschilderten Wanderpfaden und steilen Abwärtsstiegen folgt, wird mit Wellenrauschen, großartigem Licht und absoluter Einsamkeit belohnt. Abgesehen vom Angstschweiß beim Abstieg war ich selten so entspannt wie an diesem Tag an diesem Wahnsinnsort...

Der einzige Grund, warum ich diesen Ort nach ein paar Stunden wieder verlassen hab: Statt Essen hatte ich jede Menge Klamotten dabei, die ich nicht brauchte. Im Gegenteil, es war warm genug um eine Runde in den knapp 6 Meter hohen Wellen zu planschen. Wenn ich groß bin, wohn ich dort. 🙂

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